Fachanwalt Medizinrecht Beinamputation Schwäbisch Gmünd

:: PRESSEMITTEILUNGEN ZUM THEMA "BEIN - AMPUTATION II" ::

Freizeit Spass vom 08. Februar 2006 – Beinamputation II

ERST HÖLLISCHE SCHMERZEN - DANN WURDE DAS BEIN AMPUTIERT

Knapp ein Jahr ist es her, dass auch Kerstin P. (44) aus Castrop-Rauxel ihr Bein verlor – und noch immer treibt es ihr darüber die Tränen in die Augen. „Mein Leben – wie ich es vorher kannte – ist zerstört, weil Ärzte mich nicht richtig behandelt haben. Warum hat niemand auf mich gehört?“

Die ehemalige Angestellte in einem Autohaus schaut traurig an sich runter. Das linke Bein fehlt. Es wurde ersetzt durch eine Prothese. „Ich hatte ein furchtbares Kribbeln im Bein. Alles war taub. Dazu kamen die Schmerzen im ganzen Körper. Es war die Hölle!“ Sofort hatte Kerstin P. einen Verdacht: Durchblutungsstörung!

Beim Hausarzt fand sie kein Gehör: „Er hat mir nur eine Aufbauspritze nach der anderen verschrieben. Danach suchte ich bei sieben verschiedenen Ärzten und Kliniken nach Hilfe.“ Vergebens.

Nach sechs Monaten war Kerstin P. mit den Nerven am Ende. Im Frühjahr 2005 fiel sie ins Koma. Die Ärzte mussten das linke Bein amputieren. Sonst wäre Kerstin P. gestorben… Nach der Narkose brach sie erneut zusammen: „Ich konnte es nicht ertragen auf den Stumpf zu blicken.“ Nun hofft sie, dass der verantwortliche Arzt zur Rechenschaft gezogen wird.

Anwalt Stefan Hermann kämpft für Kerstin P.: „Tatsache ist, dass nach der ersten Fehldiagnose zu viel Zeit vergangen ist. Das Bein hätte bei richtiger Behandlung gerettet werden können.“

Ruhr Nachrichten Castrop-Rauxel vom 17.12.2005 – Bein-Amputation II

IRRTUM MIT FATALEN FOLGEN

Beinamputation wegen „Fehldiagnose“ / Patientin fordert 100 000 Euro Schmerzensgeld


Castrop – Übrig bleiben nur die Erinnerungen an die schöne unbeschwerte Zeit. Die endete im August 2004. Kerstin Popp kam aus dem Urlaub zurück, Schmerzen im linken Bein plagten sie. Sieben Monate später musste das Bein amputiert werden.

Als die Schmerzen einsetzten ging Kerstin Popp sofort zum Arzt. Ihr Verdacht: Durchblutungsstörung. Sie sprach den Arzt darauf an, doch sein Ergebnis: Eine arterielle Verschlusskrankheit liege nicht vor. Kerstin Popp erhielt Aufbauspritzen, doch die Schmerzen ließen nicht nach. Es begann eine Odyssee von einem Arzt zum nächsten. Ihr Arzt vermutete Probleme mit der Bandscheibe. Das Untersuchungsergebnis war jedoch negativ. Er überwies sie zum Kardiologen. Aber auch eine Nervenschädigung lag nicht vor. Es folgten gynäkologische und orthopädische Untersuchungen. Sie alle lieferten kein Ergebnis.

Die Schmerzen nahmen weiter zu. Eigenständig begab Kerstin Popp sich in die Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses. Dort endlich eine Diagnose: Durchblutungsstörung, so wie Kerstin Popp es vermutet hatte. Sie kam sofort in die Gefäßchirurgie nach Herne. Noch am gleichen Tag, wurde sie notoperiert. Doch die Hilfe kam zu spät, sieben Monate waren seit der ersten Negativ-Diagnose vergangen. Schrittweise starb das Bein ab. Im April 2005 wurde ihr linkes Bein amputiert.

SCHMERZENSGELD

Kerstin Popp wendete sich an Stefan Hermann, Anwalt für Arzthaftungsrecht in Marl. Sein Urteil: „Die Amputation hätte verhindert werden können. Der Arzt muss für seine Fehldiagnose die Verantwortung übernehmen.“ Ein Anspruchsschreiben, acht Seiten lang wurde dem Arzt bereits zugestellt. Die Forderung: 100 000 Euro Schmerzensgeld und 300,00 Euro monatliche Rente. Noch ist nicht klar, ob es zum Verglich oder zur gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

Bild-Zeitung vom 16. Dezember 2005 – Bein-Amputation II

ALS ICH WACH WURDE, WAR MEIN BEIN WEG

Castrop-Rauxel - Eine Frau in der Mitte ihres Lebens. Sie schaut auf ihre Prothese und weint. Ihr linkes Bein ist weg. Amputiert nach einem Horror-Trip von Arzt zu Arzt. Es war erst nur ein Kribbeln, so ein fieses, taubes Gefühl. Dann kamen die höllischen Schmerzen. Kerstin P. (43) ging zum Doktor. „Ich dachte an Durchblutungsstörungen. Aber der Arzt verneinte das, verschrieb mir nur Aufbauspritzen.“

In sieben Praxen und Kliniken suchte sie verzweifelt nach Hilfe. Mehr als sechs Monate vergingen. Nichts half. Ihre Schmerzen wurden immer schlimmer: „Es war furchtbar. Ich saß nur noch zu Hause, war fix und fertig.“

Im Frühjahr 2005 landete sie als Notfall im Krankenhaus, fiel ins Koma – Lebensgefahr! Das Bein musste ab! „Als ich aufwachte, wollte ich die Beine übereinanderschlagen. Aber da war links nichts mehr. Da war ich nur noch geschockt…“

Jetzt klagt sie mit Ärztepfusch-Experte Stefan Hermann (40, Marl) vor Gericht. Weil bis zur Not-OP alles schief lief. Der Anwalt: „Nach der ersten Fehldiagnose war viel zu viel Zeit vergangen. Das Bein wurde nicht mehr durchblutet, starb ab. Ihr erster Verdacht war also richtig. Wir fordern 100000 Euro Schmerzensgeld.“

Ihr Leben ist jetzt ein anderes: Mal ins Schwimmbad, zum Radfahren, lange Spaziergänge mit dem Familienhund – alles vorbei. Sie ist immer auf Hilfe gewesen. „Ich schämte mich sogar vor meinem Mann, wollte nicht mehr mit ihm schlafen. Ohne Bein ist mir vieles so peinlich. Aber meine Familie kümmert sich rührend um mich, gibt mir Kraft.“

Sie kämpft sich zurück ins Leben, trägt gerade zur Probe eine High-Tech-Prothese für 25000 Euro. „Hoffentlich darf ich das teure Ding behalten.“ Das entscheidet jetzt die Krankenkasse.

 

Patientenanwalt
Stefan HERMANN
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